Mozart & Salieri

01.04.2018, 17:00, Kloster Seeon, Festsaal, Seeon

 

Örtlicher Veranstalter:

Kloster Seeon / Mozartwoche

 

Presse

"Musikalische Hochkultur beim Konzert "Mozart und Salieri"der Mozartwoche im Kloster Seeon

 

Salieris Rehabilitation

"Mozart, vergib deinem Mörder", beginnt Peter Shaffers Theaterstück, auf dem Milos Formans Filmdrama "Amadeus«"basiert: Antonio Salieri, Mozarts großer und glücklicherer Konkurrent, gesteht zu Anfang des Films einen Mord aus niedrigstem Beweggrund: Neid. Mozart äußerte nur wenige Wochen vor seinem Tod: "Gewiss, man hat mir Gift gegeben!"

Aus heutiger Sicht der Medizin ist längst klar, dass Mozart nicht ermordet wurde, sondern er in Folge einer bereits in seiner Kindheit entstandenen chronischen Erkrankung so früh hatte sterben müssen. Sein rätselhafter Tod gab damals aber Grund zu wüsten Spekulationen. Eines der "Märchen" um seine Todesursache wurde eben verfilmt: Ein "barocker Kriminalroman", der im übrigen genauso alt ist, wie die Mozartbiografie selbst, und der den erwiesenermaßen unschuldigen Salieri einmal mehr zu Unrecht des Mordes überführt.

 

Sich gegenseitig respektierende Kollegen

Den Festivalintendanten des "Festival Musica Mallorca", Wolf Bruemmel, inspirierte dieses Thema zu dem Konzertprogramm "Mozart und Salieri". Es sei ihm ein großes Anliegen, betonte Bruemmels bei einer einführenden Rede im Kloster Seeon, die beiden als das zu entlarven, was sie wirklich für einander waren: Sich gegenseitig respektierende Kollegen, die ihre Leben der Musik widmeten – und keine Kontrahenten.

Die ausgewählten Werke der beiden Komponisten passten bestens in den Rahmen der Mozartwoche des Kultur- und Bildungszentrums Kloster Seeon. Im annähernd ausverkauften Festsaal räumten zwei großartige Gesangssolisten – Rahel Indermaur (Sopran) und Tohru Iguchi (Bariton) – die letzten Zweifel bezüglich Salieris böser Machenschaften aus.

Wie ein Ariendialog folgten die Werke der beiden sich gegenseitig inspirierenden und beflügelnden Komponisten wie ein Frage-Antwort-Spiel. Begleitet von dem hoch virtuosen Pianisten Konstantin Lukinov – und nicht zuletzt durch die ausgereifte Gesangskultur der konzertierenden Solisten – bekamen die Zuhörer einen winzigen Ausschnitt von Mozarts und Salieris überdurchschnittlicher musikalischer Hochkultur zu hören.

Schon das erste Werk im Programm war Ausdruck von Mozarts Bewunderung für seinen sechs Jahre älteren italienischen Komponistenkollegen: sechs Variationen über "Mio caro Adone". Eine Arie aus einer Salieri-Oper inspirierte den erst 17-jährigen Mozart zur Komposition dieses Solo-Klavierwerks.

Im Folgenden wechselten sowohl die Werke der Komponisten als auch die Einsätze der Gesangssolisten. Rahel Indermaur überzeugte insbesondere in Arien mit ruhigeren und leiseren Passagen mit größter Intonationssicherheit und sensibler Ausgestaltung, mit der sie in fast intimer Weise die Gesangsthemen transportierte. So bekam sie kräftigen Applaus für "D'Oreste d'Ajace" aus "Idomeneo, Re di Creta" (Mozart) oder "Dove sono i bei momenti" aus "Le nozze di Figaro".

 

Mit warmem Timbre und stimmlicher Brillanz

Mit warmem Timbre und stimmlicher Brillanz in seinem kräftigen Bariton begeisterte auch Tohru Iguchi in "Venga, venga pure il cavaliere" aus "Falstaff" (Salieri) oder "Idol vano d'un popol codardo" aus "Axur re d'Ormus" (Salieri). Beide zusammen – Rahel Indermaur und Tohru Iguchi im Duett – klangen in "Il core vi dono" aus "Cosi fan tutte" (Mozart) oder "Ne Io stato conjugale" aus "La grotta di Trofonio«"(Salieri) wie Samt und Seide.

Alles in allem könnte dieses Konzert dazu inspirieren, die gesamte Geschichte von Mozart und Salieri noch einmal ganz neu zu erzählen, zu verfilmen oder aufzuschreiben, um damit den immer noch geschädigten Ruf des grandiosen Komponisten Antonio Salieri endgültig zu rehabilitieren. In Mozarts Sinn wäre es ganz gewiss, hatte doch Salieri letztlich prägenden Einfluss, wenn ihm auch das Glück deutlich weniger hold war. Der kräftige und lang anhaltende Applaus jedenfalls galt beiden – und den drei Musikern, die es verstanden hatten, diesen unvergesslichen Werken zu neuem Glanz zu verhelfen. Kirsten Benekam"

  

(suedost-news.de, 05.04.18)

23.03.2018, 19:30, KunstKlangKirche, Zürich

 

Örtlicher Veranstalter:
M.O.Z. Musik-Organisation Zürisee


BMR Artist & Project Management
Schwibbogengasse 7
86150 Augsburg

Tel: +49 821 79643015
Mobli: +49 151 20281260

info@reimann-management.com

http://www.reimann-management.com
Inhaber: Benedikt Matthias Reimann

BMR Artist & Project Management ist Mitglied im Verband der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD).