Konzerte Münchener Bach-Chor und Bach-Orchester

17.05.2019, 19:30, Markgräfliches Opernhaus, Bayreuth

Universum Bach

 

Örtlicher Veranstalter:
Musica Bayreuth

05.05.2019, 20:00, Evangelisch Heilig Kreuz, Augsburg

Universum Bach

 

Örtlicher Veranstalter:
Augsburg Konzerte

 

Presse

"Zwei Mal Bach

Virtuose Werke von Vater und Sohn

 

Die Musik meines Vaters hat höhere Absichten - sie soll nicht das Ohr füllen, sondern das Herz in Bewegung setzen." Das soll Carl Philipp Emanuel Bach über seinen Vater Johann Sebastian Bach gesagt haben. Der zweitälteste Sohn des bekanntesten deutschen Barock-Komponisten war ebenfalls Komponist, konnte aber nie die große Berühmtheit seines Vaters erlangen. Wohl, weil C.P. mental seiner Zeit voraus war. Man sagt, er sei im Geiste bereits ein Romantiker gewesen. Aus musikwissenschaftlicher Sicht dagegen war er eher konservativ unterwegs. C.P. war der Tradtition verfallen, komponierte den sogenannten "galanten Stil". Dieser hatte zu dieser Zeit seinen Zenit überschritten.

Am Sonntagabend präsentierte das Münchner (sic!) Bach-Orchester unter der Leitung von Hansjörg Albrecht in Heilig Kreuz den musikalischen Bach-Kosmos von Vater und Sohn. So spielten sie von C.P. das Flötenkonzert in d-Moll (WQ 22) und die Sinfonie in h-Moll (WQ-182), auch "Hamburger Sinfonie Nr. 2" genannt. Solist Michael Martin Kofler erwies sich auf der Flöte als Virtuose, das Kammerorchester begleitete aufmerksam in der Besetzung von sechs Violinen, zwei Bratschen und jeweils einem Cello, Kontrabass, Laute und Cembalo.

Von J. S. Bach interpretierten die Barock-Experten die Ouvertüre in h-Moll (BWV 1067) - pathetisch bis schnell. Der siebte und letzte Satz des Werks, die Badinerie, gilt als eines der bekanntesten Flöten-Stücke aus dieser Zeit. Kofler demonstrierte das solistische Meisterstück mit einer äußerst rasanten Darbietung in Perfektion. Zulezt spielten die Musiker das fünfte Brandenburgische Konzert in D-Dur (BWV 1050). Das dreisätzige Werk gilt als erstes Cembalokonzert überhaupt. Violine und Flöte treten als Sekundanten, also als zweite Solisten, auf." Als Solist zeigte Hansjörg Albrecht am Cembalo sein ganzes virtuoses Können, als wären die komplexen fungenartigen Figuren ein Kinderspiel.

Ein grandioses Konzert!"

 

(Augsburger Allgemeine, 07.05.19)

27.07.2018, 20:00, Evangelisch St. Ulrich, Augsburg

Konzert zu Johann Sebastian Bachs 268. Todestag

 

Örtlicher Veranstalter:
Augsburg Konzerte

 

Presse

"Gepackt von Wort und Klang - Münchner Bach-Chor in evang. St. Ulrich

 

Selten sind Komponisten so wurzelfest im Glauben verankert wie Johnann Sebastian Bach und Arvo Pärt. Gleichsam als „fünfter Evangelist“ fand der Thomaskantor zu überwältigender Tonsprache; Pärts Tintinnabuli-Stil trifft die Religion in ihrem Kern, überreich seine spirituellen Dimensionen. So gewannen zur Eröffnung der neuen Reihe „Augsburger Konzerte“ in ev. St. Ulrich Pärts „Berliner Messe“ und Bachs Osteroratorium ein packendes Profil. Konträre Klangwelten stießen da aufeinander: hier Bachs opulente, festliche Klangpracht, dort Pärts nahezu mönchische Klangaskese.

Kontrastreich sollte der Münchner Bach-Chor, das Bach-Orchester und jugendfrische Solisten aus Salzburgs Mozarteum diese frappierende Gegenüberstellung einfangen. Die „Berliner Messe“ bestach in ihrer Reduktion jenseits der Klangfarben: Pärts Musik ist textgezeugt, Melodie, Rhythmus entwickeln sich syllabisch aus dem Wort, der lateinische Messtext rückte nahe. Alles reduziert sich auf das elementar Normative; der Einklang wird fokussiert auf Tonleiter und Dreiklang. Wie im gregorianischen Gesang zwei, drei Noten zu kombinieren, darin liegt Pärts Geheimnis.

So ließ sich der emphatische Bach-Chor vom Wort tragen, entwickelte aus der Einstimmigkeit heraus die Messteile, baute im Flusse repetitiver Muster eine kontemplative Haltung auf. Das Melos der Solo- und Tutti-Alleluja-Verse zum Weihnachts- und Pfingstfest vertiefte diese Andacht, das „Veni, sancte Spiritus“ erfuhr dann luzide Transparenz, sodass sich pfingstliche Erleuchtung spirituell förmlich anbahnte. Höchst achtsam führte Hansjörg Albrecht durch diese monochrome Klangwelt.

Dagegen brach sich Bachs Osterjubel in BWV 249 förmlich Bahn. Die festlich aufklingende Sinfonia strahlte im Glanz der Bachtrompeten umso farbiger auf. Bestens korrespondierte die orchestrale Klangfarbenpalette mit Chor und Solistenquartett, das noch nicht voll aufblühte. Und dennoch leuchtete der helle Sopran (Electra Lochhead) im feinen Zusammenspiel mit der noblen Solovioline in der „Spezereien-Arie“ geschmeidig auf, fanden Bass (Philip Kranjc) und Tenor (Aleksander Rewinski) zu temperamentgeladener, erfrischender Duett-Präsenz, die Albrecht beherzt in das chorisch leichtfüßig federnde „Kommet, eilet, laufet“ überführte.

Ein Bravourstück! Nicht durchweg trat die feinfühlige Altistin Katrin Lena Heles in „Saget mir“ aus dem Begleitschatten von beseelter Oboe d’amore, Streichtrio wie dem trefflichen basso continuo. Auch der finale Jubelchor riss hin, siegreich kam der Löwe von Juda gezogen."

 

(Augsburger Allgemeine, 30.07.18)


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