Daniel Ochoa, Bariton
Alle Künstler

Daniel Ochoa

Der Bariton Daniel Ochoa zählt zu den international führenden Sängern im Konzertfach und begeistert auch auf der Opernbühne durch seine herausragende stilistische und darstellerische Vielseitigkeit.

Nach seinem erfolgreichen Debüt bei den Salzburger Festspielen im Sommer 2026 ist Daniel Ochoa in der Saison 2026/27 mit einem äußerst vielseitigen Repertoire bei wichtigen Konzert- und Opernproduktionen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Polen, Frankreich und England zu erleben. Zu den Höhepunkten zählen Bruckners f-Moll-Messe in Bern, Mozarts c-Moll-Messe in London, Paris und Amsterdam, Vaughan Williams’ „A Sea Symphony“ in der Berliner Philharmonie sowie Mozarts Requiem im Wiener Stephansdom. In Ferrara übernimmt Ochoa die Partie des Aeneas in Purcells „Dido and Aeneas“. Das Frühjahr steht ganz im Zeichen großer Werke des Barocks und der Romantik: Neben Händels „Messiah“ in Wien stehen Bachs Matthäuspassion mit dem Hamburg Ballett, die Johannespassion in der Kölner Philharmonie, die Matthäuspassion in der Berliner Philharmonie sowie C. P. E. Bachs „Magnificat“ in der Hamburger Elbphilharmonie auf dem Programm. Weitere Höhepunkte sind Bachs h-Moll-Messe in Freiburg, Schumanns „Faust-Szenen“ in der Hamburger Elbphilharmonie und der Philharmonie Luxemburg sowie die Matthäuspassion in der Fassung von Robert Franz beim Leipziger Bachfest. Zum Saisonabschluss ist Daniel Ochoa mit Carl Orffs „Carmina Burana“ beim NFM Wrocław Philharmonic zu erleben.

Daniel Ochoa arbeitete mit international renommierten Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Helmuth Rilling, Paul McCreesh, Reinhard Goebel, Hans-Christoph Rademann, Hansjörg Albrecht, Ken-David Masur, Christoph Spering und Thomas Hengelbrock. Er musizierte mit Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Dresden, den Hamburger, Nürnberger und Münchner Symphonikern, der Staatskapelle Halle, der Deutschen Radiophilharmonie, den Bamberger Symphonikern, den Bremer Philharmonikern, dem Orchestre de Chambre de Paris, der NDR Radiophilharmonie, dem Bach-Collegium Stuttgart, dem MDR-Sinfonieorchester, dem Norwegian Radio Orchestra, der Philharmonie Dresden und dem Milwaukee Symphony Orchestra sowie mit Originalklang-Ensembles wie dem Orchestra La Scintilla, Anima Eterna Brugge, dem Händelfestspielorchester Halle, dem Kammerorchester Basel, der Lautten Compagney Berlin, dem Elbipolis Barockorchester Hamburg und der Akademie für Alte Musik Berlin.

Seine weltweite Opern- und Konzerttätigkeit führte ihn unter anderem in die Thomaskirche und das Gewandhaus zu Leipzig, die Semperoper und Frauenkirche Dresden, die Tonhalle Düsseldorf, die Alte Oper Frankfurt, die Konzerthalle Bamberg, das Festspielhaus Baden-Baden, die Kölner Philharmonie, die Berliner Philharmonie, die Hamburgische Staatsoper, die Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg, die Isarphilharmonie, den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, das Große Festspielhaus Salzburg, das Concertgebouw Brugge, die Philharmonie Luxembourg, die Seine Musicale sowie die Philharmonie Paris, das Auditorio Nacional de Música Madrid, das Palau de la Música Catalana Barcelona, die Warschauer Nationalphilharmonie, das International House of Music und die Tchaikowsky Concert Hall in Moskau, die Hitomi Memorial Hall Tokyo, das Bunka Kaikan Theatre Tokyo, die Izumi Hall Osaka, die Kaohsiung Concert Hall Taiwan, das Bradley Symphony Center Milwaukee sowie in das Linder Auditorium Johannesburg.

Daniel Ochoa, der als Sohn einer deutschen Mutter und eines äquatorialguineischen Vaters in der DDR geboren wurde, entdeckte seine Liebe zum Gesang bereits im Alter von fünf Jahren, im Rundfunkkinderchor seiner Heimatstadt Leipzig. Sein Gesangsstudium führte ihn an drei Hochschulen (Rostock, Leipzig, Berlin) und darüber hinaus mit inspirierenden Lehrern wie Anthony Baldwin, Hans-Joachim Beyer, Matthias Goerne, Thomas Quasthoff und schließlich mit Dietrich Fischer-Dieskau zusammen. Jeder dieser Pädagogen ermutigte Daniel auf einzigartige Weise, seine Stimme voller Demut in den Dienst der Musik und des Wortes zu stellen - eine Maxime, nach der er bis heute in jeder einzelnen Aufführung strebt.

Daniel Ochoa erarbeitete sich über die Jahre ein äußerst breites Repertoire, das von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen reicht, wobei er sich als Leipziger den Werken von Johann Sebastian Bach auf ganz besondere Weise verpflichtet fühlt. Immer wieder ist er deshalb bei Ensembles wie dem Dresdner Kreuzchor, dem Leipziger Thomanerchor, dem Münchener Bachchor, dem Balthasar-Neumann-Ensemble, dem Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg oder der Gaechinger Cantorey als Bach-Interpret gefragt.

Nach Gastengagements als Don Giovanni, Rossini-Figaro und Ottokar (Freischütz) an freien Bühnen (Dresden, Hamburg) und verschiedenen Theatern (Altenburg/Gera, Bad Lauchstädt, Flensburg) war Daniel Ochoa der Wiener Volksoper von 2012 bis 2017 als Ensemblemitglied verbunden und sang hier Partien wie Figaro- und Wildschütz-Graf, Barbiere, Giovanni, Marcello (La Bohème) und in über 20 Vorstellungen die Bariton-Partie in Carmina Burana. Besonders wichtige Anregungen kamen in dieser Zeit durch die Zusammenarbeit mit Regisseur:innen wie Brigitte Fassbaender, Achim Freyer, Marco Arturo Marelli und Rolando Villazón.

Das Kunstlied lag Daniel Ochoa schon immer am Herzen, weil er die Herausforderung schätzt, sein Publikum hierbei fast ausschließlich mit stimmlichen Mitteln vom ersten bis zum letzten Augenblick zu fesseln und in die Miniaturwelten des Liedgesangs zu entführen. Wiederholten ersten Auftritten als Liedsänger im Leipziger Schumann-Haus folgten bald Liederabende bei verschiedenen Festivals (Mendelssohn-Festtage, Max-Reger-Tage) und schließlich an Häusern wie dem Leipziger Gewandhaus (Lieder eines fahrenden Gesellen) oder der Hamburgischen Staatsoper (Mahlers Rückert-Lieder, Brahms-Liebesliederwalzer, Bernstein-Songs). Eine vielbeachtete CD-Einspielung entstand von Gregor Meyers Arrangement von Schuberts "Winterreise" für Bariton, Klavier und gemischten Chor.

Mehr als 30 zum Teil preisgekrönte CDs dokumentieren Daniel Ochoas künstlerisches Schaffen.

  • Daniel Ochoa — Konzert
  • Daniel Ochoa — Oper
  • Photo: Christian Palm
  • Photo: Christian Palm